G-Lader selbst Instandsetzen 

 

Vorbereitende Maßnahmen

Vor dem Zusammenbau sollte man sich vergewissern, dass alle Teile vorhanden und unbeschädigt sind. Ein beschädigtes Teil einzubauen kann unter Umständen einen fatalen G-Laderschaden nach sich ziehen. Weiterhin ist es wichtig, die G-Laderteile gut zu reinigen. Das Arbeitsumfeld ist ebenfalls entsprechend sauber zu halten, da sich Kugellager und Schmutz nicht gut vertragen. Zum Reinigen der Teile ist Bremsenreiniger in Verbindung mit Druckluft sehr gut geeignet. Beim Zusammenbau des G-Laders muss an keiner Stelle viel Kraft oder Gewalt angewendet werden, sollte etwas nicht passen ist zuerst zu prüfen, ob nicht vielleicht ein wichtiger Schritt zuvor vergessen wurde. Die Montage der teile wird zusätzlich mit WD-40 oder Waffenöl (Ballistol) erleichtert.

Montage der Hauptwelle

Vor der Montage der Hauptwele sollte das Lager der Gehäusehälfte der Laderradseite gründlich auf Verschmutzung überprüft werden! Es sollte sich mit den Fingern leicht drehen lassen und an keiner Stelle haken. Wenn das Lager deutliches Spiel hat, ist es zu ersetzen! Bei der Montage wird die Hauptwelle wird vorsichtig von der Innenseite in das Lager gesteckt. Dabei unbedingt darauf achten, dass sich die Hauptwelle nicht im Innenkonus des Lagers verkantet. Die Hauptwelle sollte mit der Hand soweit in das Lager eingeführt werden, bis sich ein deutlicher Widerstand spürbar macht. An dieser Stelle noch einmal vergewissern, dass die Hauptwelle noch absolut gerade in der Führung steckt, dazu kann die Hauptwelle im Lager gedreht und von der Seite betrachtet werden. Wenn die Hauptwelle bei einer ganzen Umdrehung gerade im Lager zu stehen scheint, kann sie mit dem Gummihammer vorsichtig weiter in das Lager hineingetrieben werden. Ein wenig Öl erleichtert die Montage zusätzlich. Wenn sich das Geräusch beim Klopfen zu einem metallischen "Klack" verändert und der Schlag deutlich in der Gehäusehälfte spürbar ist, dann hat die Hauptwelle ihre Endposition erreicht. Nun wird der Ölschleuderring montiert. Dieser wird mit den Lamellen nach unten auf die Hauptwelle aufgesteckt und mit dem Gummihammer und einer passenden Hülse vorsichtig die Hauptwelle hinuntergeklopft. Die Hauptwelle sollte dabei auf einem festen Untergrund stehen, damit sie nicht wieder mit dem Hinunterklopfen des Ölschleuderringes aus dem Lager getrieben wird. Wenn sich das Geräusch wieder zu einem metallischen "Klack" verändert, hat der Ölschleuderring seine Endposition erreicht, er sollte nun deutlich im Wellendichtring vertieft sein und noch ca. 2-3mm herausschauen. Anschließend kann die Passfeder wieder in die Nut der Hauptwelle eingepresst werden, hierzu eignet sich eine Wasserpumpenzange.

Montage des Verdrängers

Vor der Montage des Verdrängers wird noch einmal der richtige Sitz der Hauptwelle geprüft. Die Federleisten und Dichtleisten werden jetzt in die Nuten des Gehäuses gelegt, beim Verdränger sind keine Federleisten vorhanden. Wenn man die Dichtleisten mit ein wenig Öl oder Fett benetzt, fallen sie nicht mehr so leicht heraus und laufen im anschließenden Betrieb sanfter ein.Wenn die Dichtleisten sauber in den Nuten liegen kann der Verdränger vorsichtig auf die Hauptwelle aufgesteckt werden. Das Ohr muss dabei schon über dem Zapfen der Nebenwelle liegen, sonst passt es nicht richtig. Während der Montage unbedingt darauf achten, dass die Dichtleisten nicht aus den Nuten fallen und sich später verkanten. Die Hauptwelle sollte ein wenig eingeölt werden, damit die Wellendichtringe keinen Schaden nehmen. Wenn noch die härteren PTFE-Wellendichtringe verbaut sind, ist besondere Vorsicht bei der Montage geboten, damit die empfindliche Dichtlippe nicht beschädigt wird. Der Zapfen der Nebenwelle muss exakt in das Nebenwellenlager des Verdrängers passen, sonst klappt es nicht. Gegebenenfalls von einem Helfer das Laderrad auf die Hauptwelle aufstecken und ein wenig drehen lassen, dann passt es meistens von selber. Mit einem leichten "Klack" rutscht der Verdränger dann ruckartig in seine Endposition.Nun kann die Passfeder eingepresst werden und das Ausgleichsgewicht wird aufgesteckt. Die glatte Seite des Gewichtes muss dabei nach oben zeigen.Anschließend wird der Sicherungssprengring montiert. Der Sicherungssprengring muss genau passen, ansonsten stimmt die Position der Hauptwelle und/oder des Ausgleichsgewichtes nicht! 

Montage des Zahnriemens

Um den Zahnriemen korrekt zu montieren, müssen Haupt- und Nebenwelle exakt aufeinander ausgerichtet werden, damit sie absolut synchron und nicht versetzt laufen. Das Zahnrad der Nebenwelle hat an der Anlaufscheibe eine kleine Nut, welche die Markierung darstellt. Auf dem Zahnrad der Hauptwelle ist ein Pfeil aufgestanzt - fehlt dieser Pfeil kann alternativ die Passfeder als Orientierung genommen werden. Erst wenn die Zahnräder aufeinander ausgerichtet sind, wird der Zahnriemen aufgelegt. Dabei zieht man das Zahnrad der Hauptwelle ein wenig hoch und kann den Zahnriemen ohne ihn "draufzuwürgen" montieren, während man die Wellen ein wenig dreht.Wichtig! Ob der Zahnriemen auch wirklich richtig montiert und die Wellen korrekt ausgerichtet sind, prüft man, indem man das Laderrad aufsteckt und vorsichtig dreht. Man kann nun schön die Bewegung des Verdrängers und die Funktionsweise des G-Laders sehen. Das Laderrad muss mindestens einmal komplett ohne großen Widerstand gedreht werden können, ansonsten stimmt die Position der Wellen zueinander nicht oder es hat sich etwas in der laderradseitigen Kammer verkeilt.

Zusammensetzen der Gehäusehälften

Wie bei der Verdrängermontage wird auch vor dem Zusammenbau der Gehäusehälften der korrekte Sitz der Dicht- und Federleisten überprüft. Etwas Öl oder Fett hindert auch hier die Dichtleisten am herausfallen. Die Gehäusehälfte der Auslassseite wird in die korrekte Position gebracht und gerade auf das Gegenstück gesteckt. Hierbei sollte sich kein deutlicher Widerstand spüren lassen, ansonsten hat sich möglicherweise eine Dichtleiste verkeilt. Mit der Hand werden die Gehäusehälften vorsichtig zusammengedrückt bis der Spalt verschwunden ist. Anschließend wird noch einmal eine Funktionsprüfung gemacht, indem das Laderrad noch einmal probehalber auf die Hauptwelle aufgesteckt wird und der G-Lader mindestens einmal komplett durchgedreht wird. Auch hier darf es an keiner Stelle haken! Erst wenn diese Prüfung erfolgreich durchgeführt wurde, können die Gehäuseschrauben festgezogen werden.

  • Ein gesunder G-Lader verbraucht kein oder nur ganz minimal Motoröl

  • Ein gesunder G-Lader macht keine Geräusche außer dem natürlichen Brummen

  • Ein gesunder G-Lader (G40) mit Serien-Laderrad (75 mm) leistet ca. 0,65 Bar (0,72 Bar beim 2er G40) Ladedruck



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