Der Ladedruck

gibt oftmals gute Hinweise auf den aktuellen Zustand des G-Lader. Ein Serien-G-Lader baut - ohne Chip und kleinerem Laderrad - einen Maximaldruck von ca. 0,65 bar auf. Dieser Druck wird bis ca. 6.300 U/min. erreicht. Den Ladedruck kann man mit Hilfe der MFA (Multifunktionsanzeige) ablesen. Um den Ladedruck zu messen, geht man folgendermaßen vor:

 

1. Motor ausschalten bzw. nicht einschalten

2. Den MFA-Wahlschalter auf die Position 2 stellen (Langzeitanzeige)

3. Den MFA-Abruftaster drücken und halten

4. Während der MFA-Abruftaster gehalten wird, die Zündung ein- und wieder ausschalten.

5. Den MFA-Abruftaster loslassen

6. Jetzt den MFA-Abruftaster erneut drücken und wieder halten

7. Motor starten

8. MFA-Abruftaster loslassen In der MFA-Anzeige wird nun die Prüfsumme der programmierten Bytes angezeigt.

 

 

Nach einmaligem drücken des MFA-Abruftasters erscheint der Ladedruck, der im Saugrohr gemessen wird. Er wird in Millibar angezeigt, wobei von der angezeigten Summe 1000 abgezogen werden muss. Im Leerlauf erscheint eine Zahl von ca. 500-600 - es herrscht also ein Unterdruck. Erst wenn man beschleunigt erhöht sich dieser Wert bis eben auf ca. 1.650 - also 0,65 bar. Achtung: bei manchen Modellen, z.B. Passat G60 kann es sein, dass man keine 1.000 abziehen muss, das kommt auf das Steuergerät drauf an. Wenn also die MFA unter Vollast 650 anzeigt, ist der Lader voll in Ordnung. Bei nochmaligem drücken des MFA-Abruftasters wird die aktuelle Drehzahl angezeigt, danach der aktuelle Benzinverbrauch danach die Impulsanzahl des Geschwindigkeitsgebers und zum Schluß die Öl- und Außentemperatur, bevor wieder die Prüfsumme angezeigt wird. Die Anzeige bleibt erhalten bis der Motor wieder ausgeschaltet wird. Sollte bei maximaler Beschleunigung der Wert deutlich unter 1.650 bleiben, wird nicht mehr genügend Druck aufgebaut, was auf Verschleißerscheinungen des G-Lader zurückzuführen ist. Hier sollte auf jeden Fall über eine Überholung nachgedacht werden. Wichtig bei der Messung ist, dass der Druck über das gesamte Drehzahlspektrum vorhanden sein muss, d.h. fällt der Druck ab ca. 4.000 U/min ab, ist der Lader mit ziemlicher Sicherheit hinüber.



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